DFIU-GEM-Umfrage zur gesellschaftlichen Akzeptanz der Energiewende

Details zur DFIU-GEM-Umfrage zur gesellschaftlichen Akzeptanz der Energiewende

Hauptziele: Die DFIU-GEM-Energieumfrage entstand 2023 gemeinsam mit der Grenoble Ecole de Management (GEM). Hauptziel dieser Umfrage ist es, kontinuierlich Einblicke in den Stand und den Fortschritt der Energiewende in Deutschland und Frankreich zu gewinnen, insbesondere in die verschiedenen Aspekte der öffentlichen Unterstützung für diese Umstellungen. Jährliche Umfragen in der breiten Öffentlichkeit liefern tiefgehende Einblicke in die Dynamik der Energiewende in beiden Ländern im Zeitverlauf. Die beiden Partner DFIU und GEM stellen ein interdisziplinäres Team aus Experten der Energieökonomie, der Verhaltensökonomie und der Verhaltenswissenschaften sowie des Marketings zusammen. Das Projekt befasst sich insbesondere mit folgenden Aspekten der öffentlichen Wahrnehmung der nachhaltigen Energiewende:

• Bewertung der öffentlichen Unterstützung für verschiedene Formen der Energieversorgung, wie Solar-, Wind-, Kern- und Gasenergie
• Untersuchung der Akzeptanz verschiedener Ansätze auf der Nachfrageseite, wie z. B. einer CO2-Abgabe für Verbraucher
• Vergleich der Einstellungen zur Energiewende in Deutschland und Frankreich sowie Bewertung der öffentlichen Unterstützung für eine länderübergreifende Zusammenarbeit

DFIU-GEM-Energieumfrage: Webinar zu ausgewählten Ergebnissen aus Runde 1
Datum: 28. Mai 2024

Am 28. Mai veranstalteten das DFIU und die Grenoble Ecole de Management (GEM) ein gemeinsames Webinar, um erste Ergebnisse der DFIU-GEM-Energieumfrage einem Publikum aus Forschern und darüber hinaus vorzustellen. Die Daten der ersten Erhebungsrunde wurden im Dezember 2023 erhoben, etwa fünf Monate vor den Wahlen zum Europäischen Parlament.
Das Webinar fand nur wenige Tage vor den Wahlen statt und diente somit dazu, ein interessiertes Publikum über die öffentliche Meinung zum Verlauf der nachhaltigen Energiewende in Deutschland und Frankreich zu informieren.
Erkenntnisse aus der ersten Erhebungsrunde deuteten auf eine durchweg hohe Unterstützung für die nachhaltige Energiewende hin, wobei die französischen und deutschen Befragten ein ähnliches Maß an Unterstützung zeigten. Zudem bevorzugen die Menschen in beiden Ländern die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien (z. B. Solar- und Windenergie) gegenüber Strom aus fossilen Brennstoffen (z. B. Kohle, Gas). In Bezug auf die Kernenergie waren die Meinungen stärker polarisiert, wobei eine beträchtliche Anzahl von Befragten in beiden Ländern diese Technologie
sowohl befürwortete als auch ablehnte. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Unterstützung für eine nachhaltige Energiewende weiterhin hoch ist, obwohl derzeit andere Themen den öffentlichen Diskurs dominieren.

Im Fokus: Die öffentliche Meinung zur deutsch-französischen Zusammenarbeit.
Ein Umfrage-Modul befasst sich speziell mit der öffentlichen Meinung zur deutsch-französischen Zusammenarbeit bei der Energiewende. Wie die nachstehende Grafik zeigt, wird eine engere Zusammenarbeit in beiden Ländern in fast gleichem Maße gewünscht: Etwa zwei Drittel der deutschen und französischen Bevölkerung befürworten eine intensivere grenzüberschreitende Zusammenarbeit, um die Energiewende voranzutreiben. Weitere Analysen zeigten, dass diese Zustimmung relativ unabhängig von den unterschiedlichen politischen Präferenzen der Befragten war.